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Endlich ist unser neues
Familienmitglied da:
Ein kleiner Welpe mit dunklen Knopfaugen. Ab jetzt hält der neue
Mitbewohner uns auf Trab. Im Prinzip ist es mit einem Hundekind kaum
anders als mit einem Menschenkind. Junge Hunde brauchen viel Zeit,
Geduld und vor allem Erziehung.
Doch wie mache ich dem Kleinen
bloß begreiflich, was ich von ihm möchte ?
Hunde brauchen eine klare Orientierung. Jeder Hund hat seine
Position und die entsprechenden
Rechte bzw. Pflichten in einem Hunderudel. Auch für einen Welpen
gelten diese Regeln. Je eher er diese lernt umso leichter wird das
Zusammenleben von Mensch und Hund.
Leider können wir Hunden diese Regeln nicht durch Erklärungen
vermitteln, denn sie verstehen unsere
Sprache nicht. Sie können zwar einzelne Worte lernen und sie mit
bestimmten Handlungen in Verbindung
bringen. Sie können unseren Tonfall deuten, aber den Sinn nicht
verstehen.
Hunde kommunizieren hauptsächlich über Körpersprache. Dabei spielen
Körperhaltung, Gestik und Mimik
eine wichtige Rolle. Halten Sie Ihrem Hund also bitte keine
Vorträge, die er sowieso nicht begreifen kann, sondern versuchen Sie
sich in seine Sprache hinein zu versetzen.
Wenn Sie z.B. nach Hause kommen und den Teppich zerkaut vorfinden,
dann können Sie Ihrem Hund nicht
erklären, dass er das nicht zu tun hat. Zwar wird er ganz
„betroffen“ schauen und eine unterwürfige Körperhaltung zeigen, was
häufig als schlechtes Gewissen gedeutet wird. Doch das würde ein
moralisches Denken von Hunden voraussetzen.
Tatsächlich aber achtet Ihr Hund lediglich auf Ihre Stimme und
Körperhaltung und daran merkt er, dass Sie ärgerlich sind. Da
beschwichtigt er doch lieber seinen Menschen, duckt sich und zieht
die Rute ein. Hunde leben nur in der Gegenwart.
Sie können Lob und Tadel nur verstehen, wenn diese direkt im Moment
der Handlung einwirken.
Loben können Sie mit freundlicher hoher Stimme, mit Futter oder
durch Streicheln. Strafen durch tiefe ärgerliche Stimme und mit dem
Schnauzgriff.
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